PAVAROTTI, m., kastr., EKH, geb. 07/2017

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Schmusekater Pavarotti

Vorgeschichte:

Der arme Pavarotti wurde von einer Helferin des Tierschutzvereins nach einem Unfall traumatisiert gefunden. Er war erst ein paar Monate alt und kam auf eine Pflegestelle, in der man sich um ihn kümmerte, während seine Wunden heilten. Diese Familie hat ihn auch bis jetzt bei sich behalten, doch aus beruflichen und zeitlichen Gründen können sie ihm nun leider nicht mehr die Aufmerksamkeit und Pflege bieten, die er braucht.

Verhalten zu Menschen generell; Kinderverträglichkeit:

Er versteht sich gut mit Kindern und lässt sich gerne von Menschen streicheln. Doch braucht er am Anfang etwas Zeit um Vertrauen zu fassen.

Wesen:

Pavarotti hat als junges Tier schon sehr viel leiden müssen. Er hat nach seinem Unfall anfangs sein Gehör und sein Augenlicht verloren, was inzwischen beides wieder vollständig funktionsfähig ist. Auch hat er keine so schnellen Reflexe wie eine normale Katze und bewegt sich anders. Er konnte nicht laufen und musste alles erst mühsam und unter Schmerzen mit Hilfe seiner Menschen lernen. Doch inzwischen kann er fast wieder ein normales Leben führen. Allerdings braucht Pavarotti einen Menschen an seiner Seite, damit er sich wohl und sicher fühlt. Zu seiner Sicherheit hat Pavarotti bis jetzt nur im Haus gelebt. Falls er Zugang zu einem Balkon oder einer gesicherten Terrasse haben sollte, muss sichergestellt werden, dass er sich nicht verletzen oder stürzen kann. Er war von klein auf sehr verfressen, deswegen hat man ihm einen speziellen Futterportionierer bereitgestellt, womit er nun nur die angegebene Menge auf einmal fressen kann. Durch seinen anfänglichen Verlust des Gehörs hat er nie das Miauen gelernt und benutzt deswegen seine eigene Sprache, wobei er im Allgemeinen eine sehr leise Katze ist.

Verträglichkeit mit Artgenossen:

Pavarotti hat bisher problemlos mit einer Katze zusammengelebt. Mit fremden Katzen oder Katern ist er am Anfang sehr scheu und man muss die Tiere sehr langsam zusammenführen. Falls er mit anderen Katzen zusammenleben soll, ist es wichtig, dass diese Katzen sehr sozial sind. Wenn die Tiere erst einmal aneinander gewöhnt sind, ist er verspielt und verträglich.

Wo soll Pavarotti leben:

Da Pavarotti ein spezieller Kater ist, braucht er auch einen speziellen Menschen. Unheimlich wichtig ist, dass dieser Mensch viel Zeit für ihn hat und nicht den ganzen Tag außer Haus ist. Pavarotti braucht sehr viel Zuneigung und Ansprache und hat es sich wirklich verdient ein neues Zuhause für immer zu finden. Er ist sehr verschmust und liebt es, sich neben oder auf seinen Menschen zu kuscheln. Er ist der ideale Schmusekater für ältere Menschen, oder Familien-  gerne auch mit Kindern -, wenn diese nicht zu klein sind.

Grundsätzlich wünschen wir uns für alle unsere Katzen nach einer Eingewöhnungszeit Freigang. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie in einer verkehrsarmen Gegend leben, wo das Tier nicht unmittelbar Gefahr läuft, überfahren zu werden. Soll die Katze später als reine Wohnungskatze gehalten werden, so ist ein katzensicher eingezäunter Balkon Voraussetzung und dass seine Besitzer möglichst ständig zuhause sind.

Ausreise:

Pavarotti ist bei Übergabe geimpft, gechipt und kastriert.

Aufenthaltsort:

Pflegestelle des Tierheims in Albolote/Granada, Spanien

Informationen zum Tierheim Albolote:

Albolote ist eine Kleinstadt in Spanien, auf dem andalusischen Festland. Täglich werden hier ca. 100 Hunde und ca. 50 Katzen versorgt. In Albolote wird nicht getötet!

Wir sind eine private Tierschutzorganisation und deshalb angewiesen auf Spenden. Es gibt nur eine fest angestellte Mitarbeiterin, alle anderen Helfer sind ehrenamtlich im Tierheim tätig. Alle zusammen stecken viel Zeit, Engagement und Liebe in das „Projekt Albolote“. Wir arrangieren Tierheimfeste in der Stadt, klären über Kastrationen auf, besuchen mit den Hunden Altenheime, Kindergärten usw. und informieren über Tierschutz ganz allgemein. Es soll sich auch langfristig etwas ändern in Spanien!

Bei der Mühe die sich wirklich ALLE geben, ist Albolote trotzdem kein schöner Ort für unsere Schützlinge. Eigentlich immer voll besetzt, laut, eng. Es gibt viele Zwingeranlagen und zwei sehr beengte Katzenbereiche. Wegen der vielen Tiere haben unsere Hunde nur täglich zwei Stunden Freilauf, während ihre Zwinger gereinigt werden. Zum Teil müssen wir sogar die Waschküche und Vorratsräume belegen, wenn das Tierheim mal wieder aus allen Nähten platzt, was in letzter Zeit eigentlich ständig der Fall ist.

Also bestenfalls ein Dach über dem Kopf und Versorgung, mehr können wir nicht bieten. Ein Tierheim eben – aber ganz sicher kein Zuhause und kein Ort, an dem irgendein Tier sein Leben verbringen sollte! Die meisten unserer Schützlinge haben nur eine Chance (auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien), wenn sie ins europäische Ausland vermittelt werden können. Hierzulande finden sich immer weniger Menschen, die einen Hund oder eine Katze adoptieren können/möchten.

Ohne Vermittlungen ist dauerhaft kein Tierschutz möglich. Deshalb arbeiten ALLE Helfer und Helferinnen in Spanien und Deutschland Hand in Hand zusammen um die Hunde und Katzen DIREKT aus dem Tierheim in ein schönes Zuhause vermitteln zu können.

Kontakt:

Tierschutzverein Asociación Amigos de los Animales

Albolote/Granada (Spanien)

E-Mail: AsociacionAmigosAnimales@yahoo.com

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